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GAV für die Contact- und Callcenter-Branche

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: ab 01.09.2015
Allgemeinverbindlicherklärung: 01.07.2018 - 31.12.2020

Kriterienauswahl (51 von 51)

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / MindestlöhneLohnkategorienLohnerhöhungJahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / DienstaltersgeschenkeKinderzulagen

Lohnzuschläge

Überstunden / ÜberzeitNachtarbeit / Wochenendarbeit / AbendarbeitSchichtarbeit / PikettdienstSpesenentschädigungweitere Zuschläge

Arbeitszeit und freie Tage

ArbeitszeitFerienbezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)bezahlte FeiertageBildungsurlaub

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / UnfallMutterschafts- / Vaterschafts- / ElternurlaubMilitär- / Zivil- / ZivilschutzdienstPensionsregelungen / Frühpensionierung

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge 

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-DiskriminierungsbestimmungenGleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle BelästigungArbeitssicherheit / GesundheitsschutzLehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Kündigung

KündigungsfristKündigungsschutz

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

ArbeitnehmervertretungArbeitgebervertretung

paritätische Organe

VollzugsorganeFonds

Mitwirkung

Freistellung für VerbandstätigkeitMitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / BetriebskommissionenSoz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Konfliktregelungen

SchlichtungsverfahrenFriedenspflichtKaution
GAV-Details gemäss Kriterienauswahlnach oben

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Gesamtschweizerisch

Branche

Contact- und Callcenter

Verantwortliche/r für den GAV

Daniel Hügli (Syndicom)

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

3'646 (2018)

Anzahl unterstellter Betriebe

19 (2018)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für die ganze Schweiz.

Artikel 2.1

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt unmittelbar für alle Betriebe und Betriebsteile (Arbeitgeber) der Contact- und Callcenter-Branche mit mehr als 20 Arbeitnehmenden, inklusive nicht dem GAV unterstellte Beschäftigte. Zur genannten Branche gehören Betriebe und Betriebsteile, die Contactcenter-Dienstleistungen (Inbound, Outbound; Back-Office, E-Mail, Chat, weitere Kommunikationskanäle) für Dritte erbringen.

Artikel 2.1

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für Arbeitnehmende in Betrieben und Betriebsteilen gemäss Absatz 2.

Ausgenommen sind:
– Mitglieder der Geschäftsleitung
– Kaderangestellte
– Teamleiter und Supervisoren

Artikel 2.1

allgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für die ganze Schweiz.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2.1

allgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereich

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) gelten unmittelbar für alle Betriebe und Betriebsteile (Arbeitgeber) der Contact- und Callcenter-Branche mit mehr als 20 Arbeitnehmenden, inklusive nicht dem GAV unterstellte Beschäftigte. Zur genannten Branche gehören Betriebe und Betriebsteile, die Contactcenter-Dienstleistungen (Inbound, Outbound; Back-Office, E-Mail, Chat, weitere Kommunikationskanäle) für Dritte erbringen.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2.2

allgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV gelten für Arbeitnehmende in Betrieben und Betriebsteilen gemäss Absatz 2.

Ausgenommen sind:
– Mitglieder der Geschäftsleitung
– Kaderangestellte
– Teamleiter und Supervisoren

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2.3

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Der GAV kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten von einer vertragsschliessenden Partei durch eingeschriebenen Brief auf das Jahresende gekündigt werden. Erfolgt keine Kündigung, so gilt er jeweils für ein weiteres Jahr.

Artikel 6

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Paritätische Kommission GAV Contact- und Callcenter
GAV-Vollzugsstelle c/o syndicom
Monbijoustrasse 33
Postfach
3001 Bern
058 817 18 16
vollzug@syndicom.ch
www.vollzug.ch

syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Daniel Hügli
Monbijoustrasse 33
Postfach 6336
3001 Bern
058 817 18 18
mail@syndicom.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Jahresgehalt in Franken (per 1.7.2018 allgemeinverbindlich erklärt):
RegionStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4
Ostschweiz44'400.--48'000.--49'200.--54'000.--
Genfersee48'048.--51'944.--53'243.--58'437.--
Mittelland46'775.--50'568.--51'832.--56'889.--
Nordwestschweiz49'989.--54'042.--55'393.--60'797.--
Zürich50'07454'134.--55'488.--60'901.--
Zentralschweiz47'194.--51'021.--52'297.--57'399.--
Tessin42'000.--45'600.--48'000.--52'200.--
Das Grundgehalt versteht sich als Grund-Basislohn (inklusive Ferien- und Feiertagsentschädigung für Berechnung Stundenlohn), aber ohne Provisionen, Incentives, etc.

Die Monatslöhne errechnen sich mit einem Divisor von 12 zum Jahresgehalt, die Stundenlöhne mit einem Divisor von 182 zum Monatslohn.

RegionKantone
Ostschweiz:AR, AI, GL, GR, SG, SH, TG
Genfersee:GE, VD, VS
Mittelland:BE, FR, JU, NE, SO
Nordwestschweiz:AG, BL, BS
Zürich:ZH
Zentralschweiz:LU, NW, OW, SZ, UR, ZG
Tessin:TI

Artikel 5.13

Lohnkategorien

LohnstufeFunktionen
Stufe 1Inbound / Outbound 1st Level
Stufe 2Multiskill
Stufe 3Administrative und unterstützende Funktionen
Stufe 4Technical Specialist und 2nd Level

Nach 12 Monaten Beschäftigungsdauer erfolgt die Einstufung mindestens in Stufe 2.

Für Fachfrauen/Fachmänner Kundendialog EFZ erfolgt die Einstufung ab Anstellung mindestens in Stufe 2.

Artikel 5.14

Lohnerhöhung

Zur Information:
Jede GAV-Partei kann bis 30. September jeden Jahres Verhandlungen über Lohnanpassungen in den Funktionsstufen per 1. Januar der Folgejahres verlangen.

Allfällige Lohnverhandlungen zwischen den Vertragsparteien finden jeweils im 4. Quartal statt. Eine Lohnanpassung wird jedes Jahr zwischen den GAV-Parteien verhandelt.

Referenz für die Teuerung ist die Entwicklung des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) per Monat Oktober.

Artikel 4.4

Kinderzulagen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Überstunden
Der Ausgleich von Überstunden- und Überzeitarbeit erfolgt grundsätzlich durch Gewährung von Freizeit gleicher Dauer, ist eine Kompensation nicht möglich, können die geleisteten Überstunden zu 100% (ohne Zuschlag) ausbezahlt werden.

Überzeit
Überzeit wird mit einem Lohnzuschlag von einem Viertel des Stundenlohnes vergütet. Überzeit liegt vor, wenn die gesetzliche Höchstarbeitszeit überschritten wird.

Artikel 5.12

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Spesenentschädigung

Die Unternehmung vergütet den Arbeitnehmenden die Auslagen die in Ausübung der beruflichen Tätigkeit entstehen.

Artikel 5.16

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Die Normalarbeitszeit von vollzeitbeschäftigten Mitarbeitenden beträgt durchschnittlich 42 Stunden pro Woche, basierend auf einer 5-Tage-Woche (8.4 Stunden pro Tag). Bei betrieblichen Erfordernissen kann die Arbeitswoche auch auf 6 Tage ausgedehnt werden, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.

Die Einsatzplanung ist Sache des Arbeitgebers. Er hat dabei die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden zu berücksichtigen, sofern die betrieblichen Möglichkeiten dies zulassen.

Die Organisationsbereiche teilen die Arbeitszeiten möglichst frühzeitig mit, spätestens
zwei Wochen vor dem geplanten Einsatz mit neuen Arbeitszeiten.

Pause
Die tägliche Arbeit ist durch eine Pause von mindestens 30 Minuten zu unterbrechen. Bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden beträgt die Pause 1 Stunde.

Artikel 5.7 und 5.8

Ferien

Alter/ DienstjahrAnzahl Ferientage
Bis zum vollendeten 20. Altersjahr25 Arbeitstage
ab dem 21. Altersjahr20 Arbeitstage
+ pro vollendetem Dienstjahr+1 Ferientag (max. 25 Tage Ferienanspruch)

Artikel 5.17

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AbsenzDauer
Eigene Hochzeit3 Tage
Hinschied von Ehepartner/Lebenspartner, Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Geschwister3 Tage
Hinschied von anderen Familienangehörigen1 Tag
Geburt eigener Kinder2 Tage
Militärische Rekrutierungnach effektivem Zeitaufwand
Inspektion, Entlassung aus der Wehrpflicht1/2 Tag
Umzug des eigenen Haushalts1 Tag pro Kalenderjahr
Pflege von kranken Familienangehörigen im eigenen Haushalt, bei ausgewiesenem Bedarfmax. 3 Tage

Artikel 5.19

bezahlte Feiertage

Eidgenössische, kantonale und die am Arbeitsort üblichen Feiertage gelten als bezahlte freie Tage.

Artikel 5.18

Bildungsurlaub

Die Arbeitgeberin fördert und unterstützt die Mitarbeitenden, sich zur Erhaltung der beruflichen Mobilität und der Arbeitsmarktfähigkeit weiterzubilden. Die Weiterbildung soll die beruflichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen erweitern.

Artikel 5.25

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Die Arbeitgeberin schliesst für ihre Leistungen Kollektivversicherungen für ein Krankentaggeld über 730 Tage zu 80% ab, mit einer Wartefrist von maximal 180 Tagen. Während der Wartefrist hat der Arbeitgeber 100% des Lohnes zu entrichten. Die Mitarbeitenden beteiligen sich an den Prämien je zur Hälfte.

Ein Lohnfortzahlungsanspruch gegenüber der Arbeitgeberin besteht während der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Die Versicherungsbedingungen müssen vorsehen, dass die Arbeitnehmenden nach Ausscheiden aus der Kollektivversicherung ohne Unterbruch und ohne neue Vorbehalte in die Einzelversicherung übertreten können.

Benachrichtigung/Arztzeugnis
Abwesenheiten sind den Vorgesetzten unverzüglich zu melden. Bei Abwesenheiten infolge Krankheit oder Unfall von mehr als 3 Tagen ist den Vorgesetzten zuhanden der Personalverantwortlichen ein ärztliches Zeugnis zuzustellen. Der Arbeitgeber kann ab dem 1. Ausfalltag ein Arztzeugnis verlangen und/oder eine vertrauensärztliche Untersuchung anordnen.

Artikel 5.20 und 5.22

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Für alle übrigen obligatorischen Dienstleistungen (Wiederholungskurse) beträgt die Lohnfortzahlung während 30 Kalendertagen innerhalb eines Kalenderjahres 100% des Lohnes.

EO-Leistungen stehen im Ausmass der Lohnfortzahlung der Arbeitgeberin zu.

Der Zivildienst, Zivilschutz sowie von weiblichen Angehörigen der Armee geleisteter Militär- oder Rotkreuzdienst ist grundsätzlich dem Militärdienst gleichgestellt.

Artikel 5.23

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Die Arbeitgeberin erhebt von den Mitarbeitenden im Geltungsbereich des GAV einen Solidaritätsbeitrag von monatlich (per Lohnabzug) Fr. 20.– bei einem Beschäftigungsgrad von über 50% und von CHF 10.–- bei einem Beschäftigungsgrad von unter 50%.

Die Solidaritätsbeiträge werden in einen Fonds eingelegt, der von den GAV-Parteien paritätisch verwaltet wird.

Artikel 3.3 und 3.4

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Zivilschutz sowie von weiblichen Angehörigen der Armee geleisteter Militär- oder Rotkreuzdienst ist der Militärdienstpflicht gleichgestellt.

Artikel 5.23.4

Kündigung

Kündigungsfrist

AnstellungsdauerKündigungsfrist
Während der Probezeit7 Tage, auf einen beliebigen Zeitpunkt
Nach Ablauf der Probezeit1 Monat (Kalendertage)
Nach vollendetem 1. Dienstjahr1 Monat, auf das Ende des Monats
Nach vollendetem 5. Dienstjahr3 Monate, auf das Ende des Monats

Befristete Arbeitsverhältnisse werden bei der Berechnung der Anstellungsdauer angerechnet, es sei denn, es liegt ein Unterbruch von mehr als 12 Monaten vor. Wenn ein befristetes Arbeitsverhältnis zusammen länger dauert als 12 Monate, gelten die Kündigungsfristen gemäss oben stehender Tabelle.

Artikel 5.2 – 5.5

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation

Arbeitgebervertretung

Contactswiss
Callnet.ch (Swiss Contact Center Association)

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Für die Anwendung und Durchsetzung des GAV besteht eine Paritätische Kommission (PK). Die PK hat die folgenden Aufgaben und Kompetenzen:
– Lohnbuchkontrollen und Untersuchungen über die Arbeitsverhältnisse bei den Arbeitgebern durchzuführen. Sie kann diese Kontrollen und Untersuchungen durch Dritte ausführen lassen;
– bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden betreffend Lohnklasseneinteilung zu vermitteln;

Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten sind von der PK unverzüglich
zu behandeln.

Stellt die Paritätische Kommission fest, dass Bestimmungen des GAV verletzt wurden, so hat sie den fehlbaren Arbeitgeber aufzufordern, seinen Verpflichtungen unverzüglich nachzukommen. Die PK ist berechtigt:
– eine Verwarnung auszusprechen;
– eine Konventionalstrafe bis zu CHF 30'000.-- auszusprechen; in Fällen vorenthaltener geldwerter Ansprüche darf die Konventionalstrafe bis zur Höhe der geschuldeten Leistung gehen;
– die Kontroll- und Verfahrenskosten dem fehlbaren Arbeitgeber aufzuerlegen;

Die Konventionalstrafe ist in erster Linie so zu bemessen, dass der fehlbare Arbeitgeber von künftigen Verletzungen dieses GAVs abgehalten wird. Die Höhe der Konventionalstrafe bemisst sich in Würdigung der gesamten Umstände kumulativ nach folgenden Kriterien:
– der Höhe des Betrages, der vom Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern vorenthaltenen geldwerten Leistungen;
– der Art der Verletzung von nicht geldwerten gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen;
– ob einmalige oder mehrmalige Verletzung (inkl. Rückfall) vorliegt sowie Schwere der Verletzung der gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen;
– der Grösse des Betriebes (Arbeitgeber);
– dem Umstand, ob der fehlbare Arbeitgeber in der Zwischenzeit seinen Verpflichtungen bereits ganz oder teilweise nachgekommen ist.

Entspricht die Arbeitszeitkontrolle (Zeiterfassung) eines Arbeitgebers nicht einem Standard, der eine effiziente Kontrolle überhaupt zulässt, so fällt die Paritätische Kommission, je nach Grösse des Betriebes, eine Konventionalstrafe bis zu CHF 30'000.-- aus. In schwerwiegenden Fällen können Strafen bis zu CHF 100'000.-- ausgefällt werden.

Eine verhängte Konventionalstrafe sowie allfällige Kontroll- und Verlährenskosten. sind der PK innert 30 Tagen zu zahlen. Die PK verwendet den Betrag für den Vollzug und die Durchsetzung dieses GAVs. Allfällige Überschüsse sind dem Paritätischen Fonds zuzuweisen.

Artikel 3.6

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Dem gewählten Mitglied eines Firmen- oder Branchenvorstands von Syndicom werden pro Jahr die eff. Zeit bis max. 4 Tage für gewerkschaftliche Tätigkeiten gewährt.
Den übrigen Gewerkschaftsmitgliedern werden pro Kalenderjahr bis zu 1 Tag für die Teilnahme an Firmen- oder Branchenkonferenzen gewährt.
Die Finanzierung erfolgt über den Solidaritätsfond.

Artikel 5.26

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Die Angestellten haben das Recht in Anlehnung an die gesetzlichen Bestimmungen eine Personalvertretung zu gründen.

Artikel 4.6

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Bei wirtschaftlichen Entlassungen, Betriebsschliessungen und -verlegungen mit mindestens 50 Betroffenen ist der Betrieb gehalten, rechtzeitig einen schriftlichen Sozialplan auszuarbeiten, der die sozialen und wirtschaftlichen Härten der Entlassenen mildern soll. Die Verhandlungen über den Sozialplan sind mit den betroffenen Arbeitnehmenden zu führen. Die paritätische Kommission des GAV kann auf Verlangen sowohl des Betriebes als auch der Arbeitnehmenden beratend beigezogen werden.

Artikel 4.3

Dokumente und Links  nach oben
» Bundesratsbeschlüsse zur Allgemeinverbindlicherklärung
» Paritätische Kommission Contact- und Callcenter-Branche
» GAV für die Contact- und Callcenter-Branche 2018 (4067 KB, PDF)

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