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Unia Vertrag GAV im Schweizerischen Isoliergewerbe

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Gesamtarbeitsvertrag Allgemeinverbindlicherklärung

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GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Überregional

Branche

Isoliergewerbe (Innenisolationen)

Verantwortliche/r für den GAV

Vincenzo Giovannelli

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

1'938 (2019)

Anzahl unterstellter Betriebe

206 (2019)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für die ganze Schweiz ohne Kantone GE, VD und VS.

Artikel 3

betrieblicher Geltungsbereich

Der GAV gilt für alle Arbeitgeber gemäss Geltungsbereich des GAV, die mit der Ausführung von Arbeiten im Bereich von Wärme-, Kälte-, Schall- und passivem Brandschutz beschäftigt sind.

Die Arbeiten umfassen folgende Bereiche:
– Ausführen von Isolierungen an Leitungen, Armaturen, Apparaten und Kanälen gegen Wärme, Kälte und Schall in der Industrie- und Haustechnik in konventioneller wie auch in Elementbauweise.
– Erstellen und Installieren von Kühl- und Tiefkühlräumen inkl. Montage der dazugehörigen Türen und Tore sowie Unterfrierschutz und Druckausgleich.
– Montage von Schallschutzverkleidungen in Industrie- und Haustechnik.
– Erstellen und Montieren von passiven Brandsystemen aller Art; Abschottung von Wand, Decken und von Stahlträgern aller Art, sowie Montieren von Brandschutztüren.

Der GAV gilt unter Beachtung von Art. 3.2.4 GAV ferner auch für alle verwandten Tätigkeiten die von einer Mitgliedfirma von ISOLSUISSE erledigt werden und nicht einem anderen GAV unterstellt sind.

Der GAV gilt auch für Arbeitgeber, die gemäss Artikel 8 GAV hiernach einen Anschlussvertrag abgeschlossen haben.

Gelten in einem Isolierbetrieb mehrere GAV’s, so kann sich die Firma nach Rücksprache mit den Arbeitnehmern und der zuständigen Paritätischen Kommission bzw. der GAV-Instanz der anderen Gesamtarbeitsverträge auf einen Gesamtarbeitsvertrag verpflichten, wobei auf die Mehrheit des Personals pro GAV abzustellen ist.

Artikel 3.2

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für alle ArbeitnehmerInnen von GAV-unterstellten ArbeitgeberInnen; für Lehrlinge gelten einzelne Bestimmungen des GAV.
Nicht unterstellt:
– Geschäftsführer
– Kaufmännisches Personal
– Die Arbeitnehmenden, die mindestens zu 50% eine Tätigkeit auf dem Gebiet der technischen Planung, Projektierung und/oder Kalkulation ausführen

Artikel 3.3 und 3.4

allgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für die ganze Schweiz, mit Ausnahme der Kantone Genf, Waadt und Wallis.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

allgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für alle Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben, die folgende Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutzarbeiten ausführen:
– Ausführen von Isolierungen an Leitungen, Armaturen, Apparaten und Kanälen gegen Wärme, Kälte und Schall in der Industrie- und Haustechnik in konventioneller wie auch in Elementbauweise.
– Erstellen und Installieren von Kühl- und Tiefkühlräumen inkl. Montage der dazugehörigen Türen und Tore sowie Unterfrierschutz und Druckausgleich;
– Montage von Schallschutzverkleidungen in Industrie- und Haustechnik;
– Erstellen und Montieren von passiven Brandschutzsystemen aller Art, wie Abschottung von Wand, Decken und von Stahlträgern aller Art, sowie Montieren von Brandschutztüren.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

allgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für alle Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben, die folgende Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutzarbeiten ausführen:
– Ausführen von Isolierungen an Leitungen, Armaturen, Apparaten und Kanälen gegen Wärme, Kälte und Schall in der Industrie- und Haustechnik in konventioneller wie auch in Elementbauweise.
– Erstellen und Installieren von Kühl- und Tiefkühlräumen inkl. Montage der dazugehörigen Türen und Tore sowie Unterfrierschutz und Druckausgleich;
– Montage von Schallschutzverkleidungen in Industrie- und Haustechnik;
– Erstellen und Montieren von passiven Brandschutzsystemen aller Art, wie Abschottung von Wand, Decken und von Stahlträgern aller Art, sowie Montieren von Brandschutztüren.

Für Lehrlinge gelten die Artikel 22, 28, 29, 32, 33, 34, 38, 42, 46 und 47 des GAV.
Ausgenommen sind:
a. Der Geschäftsführer;
b. Kaufmännisches Personal;
c. Die Arbeitnehmenden, die mindestens zu 50% eine Tätigkeit auf dem Gebiet der technischen Planung, Projektierung und/oder Kalkulation ausführen.

Allgemeinverbindlicherklärung: Artikel 2

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Erfolgt keine Kündigung durch eine der Vertragsparteien, so läuft der GAV jeweils 1 Jahr weiter (Kündigungsfrist von 6 Monaten).

Artikel 21

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Paritätische Landeskommission im Schweizerischen Isoliergewerbe
Weltpoststrasse 20
Postfach 272
3000 Bern 15
031 350 23 54
www.plk-isolier.ch
isoliergewerbe@plk.ch

Unia:
Serge Torriani
031 350 23 54
serge.torriani@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Minimallöhne ab 1. Januar 2014 (per 1. Juni 2014 allgemeinverbindlich erklärt):
MitarbeiterkategorienAltersjahr (*1)StundenlohnMonatslohnJahreslohn
Isolierspengler mit abgeschlossener Lehrabschlussprüfung:20.CHF 24.24CHF 4'200.--CHF 54'600.--
21.CHF 24.81CHF 4'300.--CHF 55'900.--
22.CHF 25.10CHF 4'350.--CHF 56'550.--
23.CHF 25.68CHF 4'450.--CHF 57'850.--
24.CHF 26.54CHF 4'600.--CHF 59'800.--
25.CHF 27.41CHF 4'750.--CHF 61'750.--
26.CHF 27.99CHF 4'850.--CHF 63'050.--
27.CHF 28.56CHF 4'950.--CHF 64'350.--
28.CHF 29.14CHF 5'050.--CHF 65'650.--
29.CHF 29.72CHF 5'150.--CHF 66'950.--
30.CHF 30.29CHF 5'250.--CHF 68'250.--
ab 41.CHF 31.16CHF 5'400.--CHF 70'200.--
Isolierspengler und Isoleure mit Lehrabschlussprüfung in artverwandten Berufen:20.CHF 23.66CHF 4'100.--CHF 53'300.--
21.CHF 24.24CHF 4'200.--CHF 54'600.--
22.CHF 24.52CHF 4'250.--CHF 55'250.--
23.CHF 25.10CHF 4'350.--CHF 56'550.--
24.CHF 25.68CHF 4'450.--CHF 57'850.--
25.CHF 26.26CHF 4'550.--CHF 59'150.--
26.CHF 27.12CHF 4'700.--CHF 61'100.--
27.CHF 27.70CHF 4'800.--CHF 62'400.--
28.CHF 28.27CHF 4'900.--CHF 63'700.--
29.CHF 28.85CHF 5'000.--CHF 65'000.--
30.CHF 29.72CHF 5'150.--CHF 66'950.--
ab 41.CHF 30.01CHF 5'200.--CHF 67'600.--
Angelernte Facharbeiter mit mindestens 12-monatiger Tätigkeit in der Branche (in den ersten 12 Monaten der Beschäftigung in der Branche kann dieser Mindestlohn für angelernte Mitarbeiter dieser Kategorie um maximal 10% unterschritten werden):20.CHF 23.08CHF 4'000.--CHF 52'000.--
21.CHF 23.08CHF 4'000.--CHF 52'000.--
22.CHF 23.37CHF 4'050.--CHF 52'650.--
23.CHF 23.66CHF 4'100.--CHF 53'300.--
24.CHF 24.24CHF 4'200.--CHF 54'600.--
25.CHF 25.10CHF 4'350.--CHF 56'550.--
26.CHF 25.68CHF 4'450.--CHF 57'850.--
27.CHF 26.26CHF 4'550.--CHF 59'150.--
28.CHF 26.83CHF 4'650.--CHF 60'450.--
29.CHF 27.41CHF 4'750.--CHF 61'750.--
30.CHF 27.70CHF 4'800.--CHF 62'400.--
ab 41.CHF 28.56CHF 4'950.--CHF 64'350.--
Lehrabgänger (im 1. Jahr nach Lehrabschluss beträgt der Mindestlohn für max. 12 Monate; anschliessend gelten die entsprechenden Mindestlohnkategorien):CHF 4'000.--
(*1) Berechnungsgrundlage für das Altersjahr: Gilt ab 01.01. des Kalenderjahrs, in welchem der Arbeitnehmende das entsprechende Altersjahr erreichen wird.

Kanton Neuenburg: Mindestlöhne anwendbar sofern sie höher sind als der kantonale Mindestlohn gemäss der Loi cantonale neuchâteloise sur l'emploi et l'assurance-chômage (LEmpl).
Ab 1. Januar 2020 ist der gesetzliche Mindestlohn CHF 20.08 /Stunde. Der Mindestlohn wird jährlich dem Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) angepasst (Indexbasis August 2014).

Zusätzliche Bestimmung für Zentralschweiz:
In den ersten 12 Monaten der Beschäftigung kann dieser Mindestlohn für angelernte Mitarbeiter dieser Kategorie um maximal 10% unterschritten werden.

Lehrlingsentschädigung (im Sinne einer Empfehlung)MonatslohnJahreslohn
1. LehrjahrCHF 650.--CHF 8'450.--
2. LehrjahrCHF 850.--CHF 11'050.--
3. LehrjahrCHF 1'150.--CHF 14'950.--
Zusätzliche SpesenCHF 300.--/Monat


Artikel 41 und 43; Anhang 10: Zusatzvereinbarung 2015; Ergänzungsbestimmungen Isoliergewerbe 2016 für die Zentralschweiz (Punkt 3c)

Lohnkategorien

a) Isolierspengler mit abgeschlossener Lehrabschlussprüfung
b) Isolierspengler und Isoleure mit Lehrabschlussprüfung in artverwandten Berufen (z.B. Bau- und Lüftungsspengler, Brandschutzmonteur, Maurer, Maler, Gipser usw.)
c) Angelernte Facharbeiter mit mindestens 12-monatiger Tätigkeit in der Branche (Isoleure, Isolierspengler, Brandschutzmonteure). In den ersten 12 Monaten der Beschäftigung in der Branche, kann dieser Mindestlohn für Arbeitnehmer um max. 10% unterschritten werden.

Artikel 41.6

Lohnerhöhung

Zur Information:
Jährliche Lohnverhandlungen der Vertragsparteien. Die Effektivlöhne der Arbeitnehmenden werden jährlich bis zu einer Jahresteuerung von 2% automatisch und generell an die Teuerung angepasst. Bei Jahresteuerung > 2%: Verhandlungen über die Lohnanpassung von über 2%.

Artikel 43

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Die Arbeitnehmer erhalten 100 % des durchschnittlichen Monatslohnes berechnet auf der Grundlage der Jahressollarbeitszeit gemäss Artikel 28.2 GAV.
Artikel 42.1 gilt auch für Lehrlinge.

Artikel 42.1; Anhang 7

Kinderzulagen

Gemäss einschlägigen kantonalen Vorschriften

Artikel 49.2

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Überstunden sind durch Freizeit gleicher Dauer zu kompensieren. Ist eine Kompensation aus betrieblicher Sicht nicht möglich, sind die Überstunden mit einem Zuschlag von 25% auszuzahlen.
Überstundenguthaben können im Rahmen von Art. 28.5 GAV auf eine nachfolgende Kalenderperiode übertragen werden.

Per 31. Dezember dürfen maximal 200 Überstunden gemäss Art. 31.1 GAV, exkl. Vorholzeit auf die nächste Kalenderperiode übertragen werden.
Wurden per 31. Dezember mehr als 200 Überstunden exkl. Vorholzeit geleistet, sind diese ab der 201. Stunde entweder:
a) per 30. Juni auszuzahlen, oder
b) durch Freizeit zu kompensieren, oder
c) auf das Sparkonto gemäss Art. 19 und 37 GAV einzuzahlen.
Kann ein allfälliges Stundenminus, das auf Anordnung des Arbeitgebers entstanden ist, bis zum Austritt des Arbeitnehmers nicht ausgeglichen werden, geht dieses zu Lasten des Arbeitgebers.

Artikel 28.5 und 44.2; Zusatzvereinbarung 2014; Überstundenregelung für Temporärbeschäftigte

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Nacht-, Sonn- und FeiertagsarbeitZeitZuschlag
Sonn-/Feiertagsarbeit23h00-23h00100%
Abendarbeit (sofern mehr als 8 Stunden am Tag gearbeitet wurden)20h00-23h0050%
Nachtarbeit (vorübergehend, weniger als 25 Nächte/Jahr)23h00-06h0050%
Samstagsarbeit16h00-20h0050%

Artikel 45.1

Schichtarbeit / Pikettdienst

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Spesenentschädigung

Grundsatz: Entstehen durch auswärtige Arbeit dem Arbeitnehmer Kosten für Reise, Verpflegung und anständige Unterkunft, so werden diese Kosten vom Arbeitgeber vergütet.

Die Arbeitgeber haben ein Spesenreglement für das Montagepersonal zu erstellen. Die Minimalansätze sind:
a) Für alle Arbeitnehmer, welche sich nicht im Betrieb des Arbeitgebers verpflegen können:
CHF 16.-- pro Arbeitstag, oder
CHF 300.-- pro Monat (12×) als Pauschalentschädigung als Auslagenersatz für auswärtige Verpflegung;
b) Für Arbeitnehmer, welche im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, Auslagen für Parkgebühren, Natel, Kleinmieten usw. haben CHF 100.-- pro Monat als Pauschalentschädigung;
c) Sind die Kosten höher, als die Pauschalentschädigungen gemäss Artikel 46.2 Buchstaben a) und b) GAV, sind die Auslagen durch Quittungen oder Kassenbelege zu belegen;
d) Bei Übernachtungen, Abendessen und Frühstück werden die effektiven Kosten nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber bezahlt.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer für Geschäftsfahrten das Privatauto benützt. Die Kilometerentschädigung für Geschäftsfahrten beträgt 0.60 CHF.

Artikel 46 und 47

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Die massgebliche Jahresarbeitszeit beträgt 2080 Stunden (durchschnittlich 40 Stunden pro Woche). Für die Berechnung der Lohnersatzleistungen (wie Karenztage bei Unfall, Krankheit, Ferien, Feiertage usw.) wird eine durch-schnittliche Arbeitszeit von täglich 8 Stunden angenommen.
Die Berechnung des Stundenlohnes erfolgt auf einer durchschnittlichen Monatsstundenzahl von 173,3 Std. bzw. 40 Stunden pro Woche.
Im Einzelarbeitsvertrag können keine höheren Arbeitszeiten vereinbart werden.

Artikel 28.3, 28.4 und 28.7

Ferien

AlterskategorieAnzahl Ferientage
Lehrlinge/Lehrtöchter bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr30 Tage
Jugendliche Arbeitnehmende bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr25 Tage
Ab zurückgelegtem 20. Altersjahr25 Tage
Ab zurückgelegtem 50. Altersjahr27 Tage

Artikel 32.2, Anhang 7

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AnlassBezahlte Tage
Heirat des Arbeitnehmers2 Tage
Geburt eines Kindes1 Tag
Tod des Ehegatten, der eigenen Kinder oder der Eltern3 Tage
Tod von Gross-, Schwiegereltern, Schwiegersohn/-tochter oder eines Geschwisters, sofern sie im gleichen Haushalt gelebt haben3 Tage
Tod von Gross-, Schwiegereltern, Schwiegersohn/-tochter oder eines Geschwisters, sofern sie nicht im gleichen Haushalt gelebt haben1 Tag
Militär: Ausmusterung, Infotag Rekrutenschule1 Tag
Gründung/Umzug des eigenen Haushaltes, ohne Arbeitgeberwechsel, max. 1x/Jahr1 Tag

Artikel 38.1

bezahlte Feiertage

Höchstens 9 eidgenössische oder kantonale Feiertage im Kalenderjahr sind entschädigungspflichtig, sofern sie auf einen Arbeitstag fallen.

Artikel 34.1

Bildungsurlaub

Der Arbeitnehmer kann 3 bezahlte Arbeitstage pro Jahr für seine berufliche Bildung beanspruchen.
Die in Artikel 26 GAV erwähnten drei bezahlten Arbeitstage pro Jahr für Weiterbildung können für spezielle Aufgaben um zwei Arbeitstage erhöht werden. Diese Regelung gilt für folgende Arbeitnehmer:
a) Berufsexperte;
b) Mitglieder von Aufsichtskommissionen im Berufsbildungswesen;
c) Mitarbeiter, die nebenamtlich als Lehrlingsausbilder beschäftigt sind;
d) Mitarbeiter, die in einem der vertragsbeteiligten Arbeitnehmerverbände eine nebenamtliche Funktion haben, sofern diese mindestens 5 Jahre in der Branche arbeiteten.

Artikel 26.2 und 27.1

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit:
80% des Lohnes während 720 Tagen innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen
Krankentaggeldversicherung - Prämienanteil des/der Arbeitnehmenden: 50%

Unfall:
Die Arbeitnehmenden sind bei der SUVA versichert. Der Arbeitgeber übernimmt 80% des Lohnes für den Unfalltag und die beiden folgenden Tage, welche nicht von der SUVA übernommen werden.
Nichtberufsunfallversicherung: Prämien zulasten des/der Arbeitnehmenden

Artikel 51, 52, 54 und 56

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Dienstartin % des Lohnes
Bis zu 4 Wochen/Kalenderjahr100%
Danach:
- Dienstleistende ohne Kinder50%
- Dienstleistende mit Kindern80%
Rekrutenschule:
- Dienstleistende ohne Kinder50%
- Dienstleistende mit Kindern80%
Durchdiener80% während 300 Tagen

Artikel 57.2

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Gleitender Ruhestand ab Alter 58 möglich.
Sparkonto für vorzeitige Pensionierung für jede/n Arbeitnehmende/n ab 25. Altersjahr. Beiträge: Arbeitgeber und Arbeitnehmende zahlen je 1% des jährlichen AHV-Bruttolohns auf das Sparkonto bei der Spida Sozialversicherung Zürich. Auszahlung des angesparten Kapitals zum Zeitpunkt der Pensionierung zwischen dem 58. und 65. Altersjahr.

Artikel 36 und 37

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sowie die Lehrlinge entrichten folgende Beiträge:

Schweiz (ausser Zentralschweiz)
Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeberpro Monat
VollzugskostenbeitragCHF 20.--
AusbildungsbeitragCHF 15.--
TotalCHF 35.--
Arbeitgeber: Grundbeitrag von pauschal CHF 240.-- /Jahr, bzw. CHF 20.-- /Monat. Angebrochene Monate werden als volle Monate berechnet.

Lehrlinge: CHF 10.-- /Monat (Ausbildungsbeitrag)

Zentralschweiz
Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber

pro Monat

VollzugskostenbeitragCHF 35.--
AusbildungsbeitragCHF 10.--
TotalCHF 45.--
Arbeitgeber: Grundbeitrag von pauschal CHF 240.–- /Jahr, bzw. CHF 20.-- /Monat. Angebrochene Monate werden als volle Monate berechnet.
Lehrlinge: CHF 10.-- /Monat (Ausbildungsbeitrag)

Artikel 22.1; Anhang 10: Zusatzvereinbarung 2015; Ergänzungsbestimmungen Isoliergewerbe 2016 für die Zentralschweiz (Punkt 5)

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Der Arbeitgeber trifft alle nötigen Massnahmen zum Schutze von Leben und Gesundheit des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber gestaltet den Arbeitsablauf zweckmässig, um Unfälle, Krankheiten und Überbeanspruchung des Arbeitnehmers zu verhindern.

Artikel 24

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Für die Lehrlinge/Lehrtöchter gelten folgende GAV-Bestimmungen zwingend:
- Entrichtung des Ausbildungsbeitrags (CHF 10.--/Monat)
- Arbeitszeit, Einhaltung der Arbeitszeit
- Feiertage
- Absenzenentschädigung
- 13. Monatslohn
- Spesenentschädigung

Lehrlingsentschädigung (im Sinne einer Empfehlung)MonatslohnJahreslohn
1. LehrjahrCHF 650.--CHF 8'450.--
2. LehrjahrCHF 850.--CHF 11'050.--
3. LehrjahrCHF 1'150.--CHF 14'950.--
Zusätzliche SpesenCHF 300.--/Monat


Ferien:
Lehrlinge/Lehrtöchter bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr: 6 Wochen
Jugendliche Arbeitnehmende, dito: 5 Wochen

Anhang 7; Zusatzvereinbarung 2014

Kündigung

Kündigungsfrist

ArbeitsjahrKündigungsfrist
Während der Probezeit (1 Monat, max. auf 3 Monate verlängerbar)7 Tage
Im 1. Dienstjahr1 Monat
Vom 2.-9. Dienstjahr2 Monate
Ab 10. Dienstjahr3 Monate


Artikel 63 und 64

Kündigungsschutz

Ab zehntem Dienstjahr gilt das Kündigungsverbot, während der Arbeitnehmer Taggeldleistungen der obligatorischen Kranken- und Unfallversicherung (720 Tage) erhält, sofern der Arbeitnehmer wegen Krankheit oder Unfall zu 100 % arbeitsunfähig ist.

Artikel 66

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Gewerkschaft Unia

Arbeitgebervertretung

Verband Schweizerischer Isolierfirmen für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz (ISOLSUISSE)

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Zur Durchführung des GAV wird eine «Paritätische Landeskommission im Schweizerischen Isoliergewerbe» (PLK) in der Rechtsform eines Vereins im Sinne von Art.60 ff ZGB mit Sitz in Bern bestellt.

Artikel 11

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Spezielle Weiterbildung: 2 Arbeitstage für Mitarbeitende, die in einem der vertragsbeteiligten Arbeitnehmerverbände eine nebenamtliche Funktion haben, sofern diese mindestens 5 Jahre in der Branche arbeiteten; Delegierte zur Teilnahme an der Branchendelegiertenversammlung der Gewerkschaft.

Artikel 27.1d+e

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Auf Verlangen der Belegschaft wird in den Betrieben eine von den vertragsunterstellten Arbeitnehmer zu wählende Betriebskommission (BK) eingesetzt.

Artikel 16

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Bei Kurzarbeit ist die Auszahlstelle der Arbeitslosenkasse der Arbeitnehmervertragspartei (Unia) zu berücksichtigen.

Artikel 58

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

StufeZuständiges Organ
Zwischen den Vertragspartnern:
- Stufe 1Paritätische Landeskommission
- Stufe 2Schiedsgericht
Zwischen Sektionen/Regionen der Vertragsparteien, im Betrieb:
- Stufe 1Paritätische Kommission
- Stufe 2Paritätische Landeskommission

Artikel 9-12

Friedenspflicht

Treten Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten in einem Betrieb auf, so verpflichten sich alle Beteiligten auf die Einhaltung des Arbeitsfriedens, Vermeidung von öffentlichen Polemiken und der Unterstellung des nachgenannten Konfliktregelungsprozederes.

Artikel 9

Kaution

Höhe der Kaution:
- CHF 10'000.--, falls Auftragssumme über CHF 20'000.-- pro Kalenderjahr
- CHF 5'000.--, falls Auftragssumme zwischen CHF 2'000.-- und 20'000.-- pro Kalenderjahr
- keine Kaution, falls Auftragssumme kleiner als CHF 2'000.--
Verwendung der Kaution:
Deckung von Konventionalstrafen, Kontroll- und Verfahrenskosten und Bezahlung des Vollzugskostenbeitrages, des Grundbeitrages und des Ausbildungsbeitrages gemäss Artikel 22 GAV.
Freigabe der Kaution:
Einstellung der Tätigkeit im Isoliergewerbe (Geltungsbereich der AVE) definitiv (rechtlich und faktisch) oder bei Entsendebetrieben Entsendebetrieb frühestens 6 Monate nach Vollendung des Werkvertrages. Freigabe, sofern alle Voraussetzungen erfüllt (z.B. keine offenen Vollzugskostenbeiträge oder pendenten Verfahren).

Artikel 23

Dokumente und Links  nach oben
» Bundesratsbeschluss zur Allgemeinverbindlicherklärung
» GAV im Schweizerischen Isoliergewerbe 2014 (3534 KB, PDF)
» Überstundenregelung für Temporärbeschäftigte (13 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung Isoliergewerbe 2019 (136 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung Isoliergewerbe 2017 (178 KB, PDF)
» Ergänzungsbestimmungen Isoliergewerbe 2016 für die Zentralschweiz (25 KB, PDF)

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